Foday Touray

„Foday Touray aus Gambia ist 22 Jahre alt und Azubi im dritten Lehrjahr bei Uwe Rupp in Karlsbad-Langensteinbach. Er kam vor vier Jahren nach seiner Flucht nach Karlsruhe. »Eine Kundin, bei der wir Malerarbeiten ausführten, fragte mich, ob Foday bei uns im Malerbetrieb eine Ausbildung machen könne. Sie ist ehrenamtlich beim ›Runden Tisch Asyl Karlsbad‹ engagiert und betreut den jungen Mann. Ich dachte mir, warum sollte ich das nicht probieren und bot ihm zunächst ein Praktikum an«, erzählt Uwe Rupp.

Foday arbeitete drei Tage mit und konnte überzeugen. Daraufhin bot der Malermeister ihm gleich eine Ausbildung an, da es bereits Oktober war. Zuvor besuchte der junge Flüchtling bereits ein Jahr die Gewerbeschule, wo er berufsvorbereitende Maßnahmen absolviert und Deutschunterricht erhalten hatte. Er sprach daher schon recht gut Deutsch, der Rest ging auf Englisch. Überzeugt hatten Rupp auch die Charaktereigenschaften des jungen Manns: »Foday ist hochmotiviert und fleißig, er hat ein tolles soziales Verhalten und er ist willensstark. Kein Wunder, wer eine Flucht übersteht, der kann sich durchbeißen«, weiß Rupp. …“ Die fünf anderen Mitarbeiter im Malerbetrieb haben Foday gut aufgenommen. Er wird akzeptiert, weil er die Arbeit gut macht und wegen seiner freundlichen Art.

Auch bei den Kunden kommt der junge Gambier gut an, sie interessieren sich für seine Geschichte und lernen ihn so besser kennen. Er ist in die dörfliche Gemeinschaft integriert, spielt im Fußballverein mit und lebt mit einem Landsmann in einer kleinen Wohnung.

Das Asylverfahren von Foday ist noch nicht durch, doch durch die 3+2-Regelung kann er nach Abschluss der Ausbildung noch zwei Jahre bleiben. »Ich würde ihn natürlich sehr gern die zwei Jahre als Geselle behalten, auch darüber hinaus.« sagt Uwe Rupp.

Quelle: https://www.mappe.de/so-sieht-integration-im-malerhandwerk…/